Dyskalkulie oder Rechenschwäche soll keine lebenslange Einschränkung bedeuten, jedes Kind kann das Rechnen erlernen und erfolgreich Schullaufbahn und Beruf meistern. Das Ziel einer Therapie muss daher sein, die Schwächen im basalen Bereich der Mathematik zu beseitigen, so dass der Schüler sicher mit den Grundrechenarten wie Addition, Subtraktion und auch dem Zehnerübergang umgehen kann (LINK Was ist Dyskalkulie?). Diese Grundlagen sind das Fundament für die mathematischen Fertigkeiten der höheren Klassen.

Worauf sollte man bei einer Dyskalkulietherapie achten?

Ob eine Therapie bei Dyskalkulie, Rechenschwäche oder Rechenstörung erfolgreich verläuft, sieht man in den allermeisten Fällen schon nach kurzer Zeit. Generell sollte natürlich die Chemie zwischen Dyskalkulie-Therapeut und Schüler stimmen.

Arbeiten alle Beteiligten zusammen, so stellt man in der Regel in den ersten ein bis zwei Monaten eine Besserung fest, zum Beispiel eine positivere Einstellung des Schülers zur Mathematik, Verbesserung des Kopfrechnens und verstärkte Selbstständigkeit.

Bei normalbegabten Schülern kann davon ausgegangen werden, dass innerhalb von 3 Monaten der Zehnerübergang sicher gerechnet wird.

Je nach Klassenstufe und Schwere der Matheschwäche sollte die Therapie nach 6 bis höchstens 12 Monaten Therapiezeit erfolgreich beendet sein (LINK zu unseren Thrapiezeiten). Von einer erfolgreichen Therapie kann man sprechen, wenn der Schüler zweimal mindestens befriedigende Leistungen in Mathe erzielt. Ein weiteres Begleiten des Schülers (Übergang zur Mathe-Nachhilfe) kann in manchen Fällen sinnvoll sein.

Angstabbau

Liegt bei einem Schüler zudem noch Mathe-Angst oder Prüfungsangst vor, so ist Angstabbau ebenfalls Teil der Therapie. Jeder Therapeut wählt hier unterschiedliche Ansätze, die dem Kind dabei helfen.

Kann Förderung in der Gruppe stattfinden?

Eine Lernförderung in der Gruppe ist bei Rechenproblemen in der Regel nicht sinnvoll. Die individuelle Förderung im Einzelunterricht wird genau auf das Niveau des Schülers zugeschnitten werden, in der Gruppe hat man diese Möglichkeit kaum, denn gerade bei Rechenschwäche und Dyskalkulie hat jedes Kind eine andere Ausgangssituation. Der Therapiefortschritt ist in der Gruppe eingeschränkt.

Zudem entwickeln die meisten Kinder zu ihren Matheproblemen auch eine regelrechte Scheu oder Angst vor dem Fach Mathematik, sie trauen sich in Gruppensituationen nicht so viel zu und haben stets das Gefühl, dass sie nicht so gut sind, wie die anderen in der Gruppe. Auch zum Durchbrechen dieses Teufelskreises ist die Einzeltherapie der beste Weg.

Aus diesen Gründen ist unsere Therapie bei Matheschwäche grundsätzlich eine Lernförderung, die im Einzelunterricht stattfindet.