Unsere Schüler

Wie wohl fühlen sich unsere Schüler? Wie zufrieden sind sie mit uns? Hier sind ein paar Berichte unserer Schüler (die Namen der Schüler sind geändert).

Charlotta, 2. Klasse, Grundschule

Charlotta war zu Beginn der Therapie nicht ganz einfach. Sie wollte oftmals ihre Übungsaufgaben nicht erledigen. Es war ein sehr enges Zusammenarbeiten mit Charlottas Eltern nötig, um sie auf die richtige Bahn zu bringen. Mittlerweile ist sie Klassenbeste im Einmaleins, in der Therapie rechnet sie nun grundsätzlich eine Stunde konzentriert. Die Therapie ist also beendet.

„Och nö! Ich will aber weiter kommen zu [meiner Therapeutin]!“ So reagierte Charlotta dann, als das Therapieende besprochen wurde.

Ben, 3. Klasse, Grundschule

Ben kam als Frühchen zur Welt. Schule war für ihn nie leicht. Er wurde ein Jahr später eingeschult. In der zweiten Klasse rechnete er noch im Buch der ersten Klasse, alle anderen waren schon weiter. Er fühlte sich dumm.

Den Zehnerübergang hat er bei uns im normalen Zeitraum gelernt. Die Mutter machte uns nach etwa zwei Monaten darauf aufmerksam, dass ihr Sohn „total aufgeblüht ist“. Er hatte keine Angst mehr vor Zahlen, und rechnete Aufgaben freiwillig, das war zuvor unüblich. Auch bekam er in der Schule plötzlich Lob von der Klassenlehrerin.

„Ich rechne schon gerne,“ meint Ben. „Man muss sich halt manchmal anstrengen, aber dann geht’s. In der Schule habe ich neulich zwei Blätter gemacht, und da war ich als erster fertig,“ sagt er mit einem breiten Grinsen.

Marie, 9. Klasse Realschule

Marie hat die Therapie bei uns abgeschlossen, aber sie wollte weiter zu uns kommen. Warum?

„Ich habe mich dann einfach sicherer gefühlt. Meine Therapeutin hat immer darauf geachtet, dass ich eine gute Heftführung mache, und hat mir auch total dabei geholfen, mich selbstständiger auf Schulaufgaben vorzubereiten. Das war dann zwar manchmal nervig, aber im Rückblick auch wieder gut, weil mir dadurch jetzt alles viel leichter fällt.“

Marie kommt heute mit ganz gezielten Fragen oder Wünschen in die Therapie, so fordert Erklärungen, wenn sie etwas nicht versteht. Auch ist sie, nach Ansicht ihrer Therapeutin, gut in der Lage, sich auf die nächste Hürde, den Realschulabschluss, vorzubereiten, und zwar mit minimaler Hilfestellung.

Jonas, 4. Klasse Grundschule

Jonas hatte mit viel Angst zu kämpfen, als er zu uns kam. Er hatte Bauchschmerzen, wenn in der Schule eine Mathearbeit geschrieben oder ausgefragt wurde, und er fühlte sich dumm. Die Mathehausaufgaben waren ein regelmäßiges Drama und haben sowohl die Eltern als auch Jonas viele Nerven gekostet.

„Ich dachte halt, ich bin blöd,“ sagt Jonas, obwohl er in allen anderen Fächern gut ist. „Aber jetzt hab‘ ich das verstanden. Ist ja auch nicht so schwer, wenn man den Weg macht. [Jonas erklärt unaufgefordert das Rechnen von Übergängen.] Deshalb finde ich das jetzt auch nicht mehr so schlimm, wenn eine Matheprobe geschrieben wird.“

Zu Hause ist die Situation auch wieder entspannt, denn Jonas ist mittlerweile sehr gut in der Lage, seine Hausaufgaben alleine zu machen, und in Absprache mit uns haben die Eltern ihren Sohn auch dahin gebracht, dass er die Aufgaben immer alleine in seinem Zimmer macht, und wirklich nur dann fragt, wenn einen kleinen Tipp oder etwas Hilfestellung braucht. Dass Mama oder Papa daneben sitzen müssen, ist nicht mehr der Fall.